Hinter den Kulissen

Hinter den Kulissen meiner Arbeit

Ein Atelierbesuch. Oder, wo genau arbeitet Frau Harnischfeger?

Viele Kunstinteressierte haben sich bei Ausstellung, in Galerien und in Museen sicherlich schon gefragt: Wie arbeitet der Künstler eigentlich? Wie und wo ist das Kunstwerk entstanden?
Ich bekomme diese Frage auch häufig von Ausstellungsbesuchern gestellt. Als Antwort darauf, möchte ich Sie zu einem virtuellen Rundgang durch mein Atelier einladen.

Beim Finalisieren einer Arbeit aus der Serie „Emotionen“

Beim Finalisieren einer Arbeit aus der Serie „Emotionen“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor fast 30 Jahren begann ich, mich mit verschiedenen künstlerischen Techniken zu beschäftigen und von anderen Künstlern zu lernen. Seit über 20 Jahren arbeite ich als freischaffende Künstlerin. Was am Küchentisch begann, wurde zuerst in einen Werkraum und schließlich in ein größeres Atelier in das Dachgeschoss unseres Hauses verlegt.

Mein Atelier ist Ort der Ideen, Raum des Schaffens und Entstehungsort meiner Kunst. Aber auch Lager für unzählige Materialien: Farben, leere Leinwände, Pinsel und fertige Gemälde, die auf eine Ausstellung warten oder von Ausstellungen zurückgekehrt sind.

Farbwand und Leinwand

Farbwand und Leinwand

 

Auf den ersten Blick nicht wirklich ansehnlich

Wohl aber auf den zweiten Blick: Die Besucher meines Ateliers sind oft begeistert von den vielen Schätzen, die in dem verwinkelten Raum zu finden sind. Sie stöbern durch Mappen mit Aquarellen, „blättern“ durch Leinwände, die entlang einer Wand aufgereiht stehen oder betrachten halbfertige Bilder, an denen ich gerade arbeite.

Nach meiner figurativen Gemäldeserie „Weibsbilder“ arbeite ich gerade an einer abstrakten Reihe zum Thema „Emotionen“. Farbe, Raum und Bewegung sind die Ausdrucksformen dieser Werke. Und eben auch Gefühle in ihrer subtilen Immaterialität. Hierbei setze ich nicht nur Acrylfarben ein, sondern integriere Pigmente, Spachtelmassen, Füllstoffe und Kollagenmaterial, um den Bildern eine größere materielle Tiefe und Dreidimensionalität zu geben.

Gerade für die Arbeiten der neuen Serie stehen neben Farbtuben nun auch Eimer mit Strukturmaterialen auf meinem immer zu kleinen Arbeitstisch. Dann weiche ich auch gerne mal auf Boden und Staffelei aus.

Inspirationen und Kontraste

Besucher meiner Ausstellungen amüsieren sich oft über die Titel meiner Gemälde oder finden sie seltsam. Dabei möchte ich damit oft einfach nur den Moment benennen, der mir als Inspiration diente. Dass das manchmal seltsame Momente sind, spiegelt sich so nicht nur im Werk an sich, sondern eben auch im Titel.

Ausgang rechts unten - Künstlerin: Elisabeth Harnischfeger

Ausgang rechts unten – Künstlerin: Elisabeth Harnischfeger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Kontrastprogramm zu meinen Gemälden, arbeite ich in einem anderen Teil des Raumes an Linolschnitten, einer Form des Hochdrucks. Hier bearbeite ich Linolplatten mit Schnitz-Werkzeugen und bedrucke die Bilder in vielen einzelnen Arbeitsgängen.

Linoldrucke erfordern eine genaue Planung der Vorgehensweise, jeder Druckschnitt muss vorher gut überlegt sein. Ein Fehler beim Bearbeiten der Druckplatte ist nicht wieder zu beheben und die Arbeit muss von vorne begonnen werden. So bietet mir die hochstrukturierte Vorgehensweise beim Linoldruck immer dann einen Gegenpol, wenn ich eine kurze Auszeit vom eher impulsiven Malen auf Leinwand brauche.

Arbeitsbereich für Linoldruck

Arbeitsbereich für Linoldruck

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich arbeite gerne in meinem Atelier. Der Raum gibt mir die nötige Ruhe und Konzentration. Für die nötigen Inspirationen sorgt mein Alltag – oft aus Versehen.

Presseartikel über die Künstlerin finden Sie >> hier
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